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Was ist die Norm für Spielzeugsicherheit EN 71-3

Nach Richtlinie 88/378/EWG ist seit dem 1. Januar 1991 kein Verkauf von Waren ohne CE-Kennzeichnung erlaubt. Dies gilt somit auch für Spielzeug. Die Richtlinie ist somit verpflichtend für alle EU-Länder und wird durch verschiedene EU- und nationale Gesetze und Verordnungen umgesetzt.

Die "Europäische Norm für Spielzeugsicherheit" (EN 71 - Teil 3)

Die "Europäische Norm für Spielzeugsicheheit" (EN 71 - Teil 3) ist nach europäischer Rechtsordnung eine DIN-entsprechende Regelung, in der die Anforderungen an Spielzeug und Holzspielzeug gestellt werden, die im europäischen Markt angeboten werden. Seit November 2002 liegt die Neufassung der Norm EN 71-3 vor. Diese europäische Norm wurde als DIN EN 71-3 in das Deutsche Normenwerk übernommen.

Hinsichtlich der EN 71-3 wird davon ausgegangen, dass Kinder an Spielzeug lecken und nagen und dadurch Substanzen, die bei der Herstellung des Spielzeuges verwendet wurden, in den Magen und somit in den Organismus des Kindes gelangen können. Daher ist es notwendig, das Spielzeug darauf zu prüfen, ob per Norm schädliche Stoffe im Spielzeug enthalten sind.

Dabei führt die Richtlinie EN 71-3 lediglich Grenzwerte bestimmter Giftstoffe auf. Die Norm behandelt Substanzen bzw. Giftstoffe wie Arsen, Antimon, Barium, Cadmium, Chrom, Blei, Quecksilber und Selen.

Das in der Norm festgelegte Prüfverfahren schreibt die sogenannte Prüfung zur Migration vor. Dabei wird mit künstlichem Magensaft die Löslichkeit bestimmter Substanzen und Elemente des Spielzeuges simuliert. Bei der Prüfung werden aus den Beschichtungen (z.B. Lacke, Farben) des Spielzeuges die löslichen Stoffe unter biologisch ähnlichen Bedingungen extrahiert, die einem Verbleib im Verdauungstrakt nach dem Verschlucken entsprechen.

Die Menge der gelösten Stoffe wird gemessen und auf 1 kg Spielzeug umgerechnet. Dieser Wert wird dann mit den festgelegten Grenzwerten verglichen.

Die Anforderungen nach der Norm EN 71-3 sind dann erfüllt, wenn die Grenzwerte nicht überschritten wurden.

Der Nachteil dieser Prüfnorm ergibt sich somit aus dem nicht abschließenden Katalog, der auf die Grenzwerte zu prüfenden Substanzen. Werden andere mehr oder minder schädliche Substanzen bei der Herstellung von Spielzeug verwendet, sind diese bei der Prüfung gemäß EN 71 nicht berücksichtigt.

Was sind Spielzeuge per rechtlicher Definition?

Als "Spielzeug" gelten dabei alle Erzeugnisse, die "dazu gestaltet oder offensichtlich bestimmt sind, von Kindern im Alter bis zu 14 Jahren verwendet zu werden".
Von dieser Definition sind einige Güter ausgenommen:
  • Christbaumschmuck bzw. Saisonartikel
  • Kleinmodelle, Spielzeugdampfmaschinen, Folklore- und Dekorationspuppen für Erwachsene
  • Geräte, die gemeinschaftlich auf Spielplätzen verwendet werden, sowie Sportgeräte
  • Professionelles Spielzeug, das an öffentlich zugänglichen Orten aufgestellt ist
  • Puzzlespiele mit mehr als 500 Teilen oder ohne Vorlage
  • Feuerwerkskörper und Druckluftpistolen, sofern sie nicht speziell für Spielzeug bestimmt sind und nicht unter andere Vorschriften fallen.
  • Schleudern, Steinschleudern
  • Pfeilspiele, bei denen Pfeile mit Metallspitzen verwendet werden
  • Elektroöfen, Bügeleisen und andere funktionelle Erzeugnisse, die mit einer Nennspannung von mehr als 24 Volt betrieben werden
  • Videospiele, die an einen Videobildschirm angeschlossen werden können und die mit einer Nennspannung von mehr als 24 Volt betrieben werden
  • Schnuller
  • getreue Nachahmungen echter Schußwaffen
  • Modeschmuck für Kinder
Bitte beachten Sie, dass diese vorgenannten Güter durch andere Regelungen definiert und reguliert werden.

Weitere Normen, Siegel und Kennzeichen: